Strategisches Storytelling für Tech-KMU

Gedankenraum

Nicht alles Relevante steht in einer Antwort. Manches davon liegt meist noch verborgen.

Ich tauche tiefer. Nach Haltung, Erkenntnissen, Spannungsfeldern und Bedeutung.

In Gesprächen höre ich zu, frage nach, verbinde und verdichte.

So entstehen Gedanken mit Unternehmer:innen, die über die einzelne Person hinaus relevant werden.

Für Unternehmertum, Führung und Menschen.

Gedankenraum ist kein klassisches Interviewformat.

Es ist vielmehr ein Raum für das, was zwischen den Antworten von Unternehmer:innen sichtbar wird.

Geführt und redaktionell verdichtet von Christine Dhillon, Perlentaucherin®.

Gedankenraum #01

«Entscheidend ist nicht nur die Qualität im Moment. Auch Konstanz, Fortschritt und Verlässlichkeit, die bleibt.»

Im Gespräch mit Erwin Spichtig, CEO und Teilhaber von Sandmaster

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Ein Gespräch

über Technik, Pioniergeist und die Haltung, Herausforderungen nicht möglichst schnell, sondern langfristig zu lösen.

Mit Erwin Spichtig, CEO und Teilhaber von Sandmaster

Ein Unternehmen, in dem Persönlichkeit und Technik Raum finden

«Ich hatte den Wunsch, ein KMU zu übernehmen, in dem wir uns technisch verwirklichen können.»

Was hier sichtbar wird:

Technik ist für Erwin Spichtig nicht Selbstzweck. Sie ist der Raum, in dem Menschen Probleme für anspruchsvolle Prozesse lösen, Neues ausprobieren und Verantwortung auf Ingenieur-Level übernehmen.


Erwin, was war der Auslöser für deinen Einstieg bei der damaligen Wülsag Apparatebau AG?

Ich wollte schon immer ein kleineres KMU aufbauen und führen, in dem ich direkten Handlungsspielraum habe. Und ich wollte Lösungsanbieter in einem Nischenmarkt sein.
 

Nach Jahren in internationalen Konzernen war mir klar: Ich will kein Rädchen im Getriebe sein, sondern meinen eigenen Antrieb schaffen.
 

Ich habe nicht gezielt nach der Sandstrahltechnik gesucht. Das war Zufall. Aufgrund der Ausschreibung der damaligen Wülsag Apparatebau AG habe ich das Unternehmen übernommen und umfirmiert. Das fand im Jahr 2007 statt. In einer Zeit des Umbruchs.
 

Die Oberflächentechnik fasziniert mich, weil sie anspruchsvoll, präzise und lösungsorientiert ist. Hier zählt nicht nur der Preis, sondern die Qualität der Lösung. Das war für mich die ideale Basis, um ein Unternehmen aufzubauen, das international denkt und handelt sowie langfristig orientiert ist.

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Warum Sandmaster – jenseits des Geschäftlichen?

Ich wollte ein Unternehmen schaffen, in dem Persönlichkeit und Technik Raum finden. Bei Sandmaster können wir uns technisch verwirklichen, Neues ausprobieren und mutig sein. Wir sind Macherinnen und Macher.
 

Wir werden dann richtig warm, wenn die Kundschaft mit einer anspruchsvollen Problemstellung zu uns kommt, die andere nicht lösen können. Genau das treibt uns an.

Oft sage ich zu meinen Mitarbeitenden: 
«Was würdest du tun, wenn das dein Unternehmen wäre?»

Meistens wissen sie besser als ich, wie sich ein Problem lösen lässt. Und das ist gut so. Ich möchte nicht meine eigenen Lösungen durchsetzen, sondern die beste Lösung finden. Für anspruchsvolle Problemstellungen gibt es in der Regel keine einfachen Lösungen. Umso stolzer bin ich auf meine langjährigen Mitarbeitenden. Sie verkörpern den Pioniergeist von Sandmaster.

Nicht Maschinen verkaufen. Probleme lösen.

«Wir verkaufen keine Maschinen. Wir lösen Oberflächenprobleme. Und wir stellen Prozesse sicher.»

In diesem Ansatz steckt eine ganze Positionierung:

Sandmaster beschreibt sich nicht über das Produkt, sondern über die Aufgabe der Kundschaft: Ein Problem verstehen, einen Prozess entwickeln und eine Lösung schaffen, die langfristig funktioniert.


Erwin, was unterscheidet Sandmaster von anderen Anbietern in dieser Branche?

Viele verkaufen Maschinen. Wir verkaufen Lösungen.
 

Wenn jemand zu uns kommt, geht es nicht um ein Produkt, sondern um ein Oberflächenproblem, das gelöst werden muss. Wir hören zu, analysieren, testen und entwickeln gemeinsam mit der Kundschaft den passenden Prozess.
 

Unsere Anlagen sind nie «over- oder under-engineered». Sie sind exakt auf ihren Zweck abgestimmt. Unser Ziel ist dabei immer dasselbe: eine langfristige Partnerschaft mit unserer Kundschaft.

Du hast Sandmaster international aufgestellt. Warum war dir das wichtig?

Ich habe schon früh in Amerika und Asien gearbeitet und da gelernt, wie wichtig Know-how im Engineering sowie Vertrauen und ein Netzwerk in anderen Kulturen sind. Mein Ziel war es, dass Sandmaster weltweit bestehen kann – mit Schweizer Qualität, aber internationaler Offenheit.
 

Wir haben Kundschaft in Asien, Europa und Amerika, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten. Diese Langfristigkeit ist ein Kompliment. Sie zeigt, dass wir verstanden haben, worum es in der Technik wirklich geht: um Beziehungen und Vertrauen.

Was bedeutet Erfolg für dich persönlich?

Für mich ist Erfolg, wenn unsere Kundschaft sagt: «Jetzt läuft die Anlage und der Prozess so, wie wir uns das vorstellen.» Wenn der Operator in der Produktion dankbar ist, weil der Prozess stabil läuft.
 

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir Anlagen haben, die seit über 20 Jahren in Betrieb sind und die wir weiterhin unterhalten. Wir stehen nach wie vor mit Anlagen in Kontakt, die somit 25 Jahre alt sind. Das heisst, dass diese heute noch relevant sind und es auch in Zukunft sein werden.
 

Das ist echter Erfolg. Ich glaube, das ist auch der Unterschied: Wir wollen, dass unsere Kundschaft Erfolg hat. Dann haben wir ihn auch.


Was bleibt?

«Unserer Kundschaft erwartet von uns nicht nur Qualität im Moment. Sie erwartet Konstanz, Fortschritt und Verlässlichkeit, die bleibt.»

Das zeigt, was fehlen würde, wenn es Sandmaster eines Tages nicht mehr gäbe:

  • Kurzfristig fehlen Service, Unterhalt und Ersatzteile.

  • Mittelfristig fehlen Nachbestellungen und Anpassungen.

  • Langfristig fehlen vor allem die Weiterentwicklung und der Pioniergeist.

Und damit wird klar, worauf Sandmaster eigentlich baut:

Nicht nur auf Qualität im Moment.
Sondern auf Konstanz, Fortschritt und Verlässlichkeit, die bleibt.


Gemeinsam tauchen wir tiefer.

Im Zentrum steht nicht die Produktion einzelner Texte. Sondern das, was bereits vorhanden ist: 

Expertise. Haltung. Prozesse. Projekte. Menschen. Unternehmerische Identität.

Hast du den Eindruck, dass in deinem Unternehmen mehr steckt, als auf den ersten Blick sichtbar wird?

SUBSTANZ SICHTBAR MACHEN

Als Perlentaucherin® übersetze ich Technologie in Haltung mit strategischem Storytelling. Damit unternehmerischer und technologischer Fortschritt verstanden, geteilt und gelebt wird. 

Hier erfährst du mehr über den Storytelling-Alltag der Perlentaucherin®.